PISA 2015: Sampling und Organisation in der Deutschschweiz

Die Erziehungsdirektionen aller Kantone der Schweiz haben entschieden, auch an der sechsten von der OECD lancierten Durchführung von PISA (Programme for International Student Assessment) teilzunehmen. Die Durchführung wird wie in früheren Jahren vom Konsortium PISA.ch geleitet, das auch für die Publikation der nationalen Ergebnisse zuständig ist. Das Konsortium setzt sich aus folgenden vier Mitgliedern zusammen: Service de la recherche en éducation (SRED) in Genf, Centro innovazione e ricerca sui sistemi educativi (CIRSE, SUPSI-DFA) in Locarno, Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG) in St. Gallen sowie dem Institut für Bildungsevaluation (IBE) in Zürich. Die nationale Leitung obliegt dem Service de la recherche en éducation (SRED).

Das Institut für Bildungsevaluation ist neben dem Sampling, dem Datenmanagement und der Analyse auch für die Organisation der Durchführung in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Nidwalden, Obwalden, Solothurn, Schwyz, Walls (deutschsprachiger Teil), Zug und Zürich zuständig. PISA testet die Leistungen der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Im Gegensatz zu früheren Erhebungen wurde bei PISA 2015 ausschliesslich eine repräsentative Stichprobe auf nationaler Ebene gezogen. Diese Stichprobe eignet sich für internationale Vergleiche, jedoch nicht für Vergleiche zwischen den Kantonen und Sprachregionen.

Die Erhebung an den Schulen beanspruchte einen halben Tag und wurde unter standardisierten Bedingungen durchgeführt. Sie beinhaltete die Lösung von PISA-Testaufgaben mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften sowie das Ausfüllen zweier Fragebögen. Die Fragebögen untersuchten Einstellungen zum Lernen und Lebenserfahrungen sowie den Umgang mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Sowohl die Testaufgaben als auch die Fragebögen wurden erstmalig am Computer gelöst. Die Ergebnisse der Studie sind von grosser Bedeutung. Sie helfen dabei, aufzuzeigen, wie gut die Schülerinnen und Schüler in der Schweiz für das lebenslange Lernen vorbereitet sind.

Dauer: 2014-2016

ProjektbearbeitungMartin Verner(Projektleitung), Urs Moser, Barbara Baumann

Auftraggeber: Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)