PISA 2000: Organisation für den Kanton Zürich

Kurzbeschreibung

In den letzten Jahren sind in regelmässigen Abständen Ergebnisse von internationalen Vergleichen der Leistungen von Schülerinnen und Schülern publiziert worden, an denen sich auch die Schweiz beteiligt hat. Erst kürzlich wurden die Ergebnisse der "Third International Mathematics and Science Study" (TIMSS) veröffentlicht. Mit dem Projekt PISA ("Programme for International Student Assessment") hat nun die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die aktive Rolle in der Organisation internationaler Vergleiche der Leistungen von Schülerinnen und Schülern übernommen (www.pisa.oecd.org).

Das Besondere an PISA zeichnet sich in der Regelmässigkeit der Erhebungen und in der Auswahl der Kompetenzen aus. PISA wir im Dreijahresabstand die Leistungen in der Lesefähigkeit, in der Mathematik und in den Naturwissenschaften bei 15jährigen Schülerinnen und Schülern erfassen und international vergleichen. Im Jahr 2000 wird die OECD-Leistungsmessung zum ersten Mal in 32 Ländern durchgeführt. Schwerpunkt der Untersuchung sind im ersten Durchgang die Lesefähigkeiten, während Mathematik und Naturwissenschaften weniger gründlich erfasst werden. Im Jahr 2003 liegt dann der Schwerpunkt bei der Mathematik, im Jahr 2006 bei den Naturwissenschaften. Durch das wiederholte Testen wird es möglich sein, Trends zu verfolgen. Die Untersuchung wird aber bei jedem der drei Vergleiche intensiv für Analysen über die Wirkung von Bildungssystemen genutzt.

In der Schweiz wird das Projekt PISA gemeinsam von Bund und Kantonen getragen. Die nationale Projektleitung liegt beim Bundesamt für Statistik und Neuenburg (www.admin.ch/bfs und pisa.ch@bfs.admin.ch). Für die einzelnen Kantone oder Regionen sind Koordinationsstellen zuständig. Im Kanton Zürich hat das Kompetenzzentrum die Organisation der Untersuchung übernommen. Es wird sich auch die kantonale Auswertung der Zürcher Daten übernehmen. Zudem ist es in der Netzwerkleitung und in der Konsultativgruppe des nationalen Projekts PISA.ch vertreten.

Organisation von PISA im Kanton Zürich

Verena Tunger & Sarah Benovici

Wissenschaftliche Beratung in der Netzwerkleitung und in der Konsultativgruppe PISA.ch

Urs Moser & Philipp Notter

Auftraggeber

Bildungsdirektion des Kantons Zürich, Bundesamt für Statistik

Publikationen

Moser, U. (1999). PISA — ein internationaler Vergleich der Leistungen bei 15jährigen. Von TIMSS zu PISA: Paradigmawechsel bei internationalen Schulleistungsvergleichen. ZLV-Magazin (5), 12-15.

Salganik, L. H., Rychen, D. S., Moser, U. & Konstant, J. W. (1999). Projects on Competencies ind the OECD Context. Analysis of Theoretical and Conceptual Foundations. Neuenburg: Swiss Federal Statistical Office (SFSO), Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD).

Ramseier, E., Keller, C. & Moser, U. (1999). Bilanz Bildung. Eine Evaluation am Ende der Sekundarstufe II auf der Grundlage der “Third International Mathematics and Science Study”. Chur, Zürich: Rüegger.

Moser, U. (1988). Fremdsprachige Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht: Förderung und Auswirkungen. Bildungsforschung und Bildungspraxis 20 (1), 95-114.

Moser, U. & Oggenfuss, F. (1998). Was leisten internationale Leistungsmessungen? Bericht über die regionale Auswertung der TIMSS-Studie. Ebikon: Zentralschweize-rischer Beratungsdienst für Schulfragen.

Moser, U., Ramseier, E., Keller, C. & Huber, M. (1997). Schule auf dem Prüfstand. Eine Evaluation der Sekundarstufe I auf der Grundlage der Third International Mathematics and Science Study. Chur, Zürich: Rüegger.