CH-X

CH-X 2006/07

Die Schullaufbahn: Rückblick und Ausblick von Schweizer Jugendlichen

Kurzbeschreibung

Im Sinne einer Ergänzung der regelmässig durchgeführten Schulleistungsvergleiche wurde für die Eidgenössische Jugend- und Rekrutenbefragung 2006/07 (ch-x) eine Befragung konzipiert, bei der die Schullaufbahn im Zentrum des Interesses steht. Ausgehend von den schultheoretisch begründeten Aufgaben des Bildungssystems – Qualifikation, Selektion und gesellschaftliche Integration – wird überprüft, welche Bedeutung verschiedene Bildungswege für einem erfolgreichen Übergang der Jugendlichen ins Erwachsenenleben haben und wie sich die als Brüche oder Misserfolge wahrgenommenen Stationen der Schullaufbahn auf die beruflichen, privaten und gesellschaftlichen Perspektiven auswirken.

Die Schullaufbahn wird in der Schweiz bereits durch die institutionellen Vorgaben (Bildungsangebot) mitbestimmt, die sich nach regionalen Kriterien unterscheiden. Es ist zudem hinlänglich bekannt, dass die Schullaufbahn massgebend durch die soziale Herkunft und das kognitive Potenzial der Schülerinnen und Schüler mitbestimmt wird. Von Bedeutung sind aber auch die Erfahrungen während der Schullaufbahn, so dass zwischen einer aspirierten, faktischen und persönlich interpretierten Schullaufbahn unterschieden wird. Diese drei Aspekte der Schullaufbahn sind allesamt für künftige bildungsrelevante Entscheidungen wichtig .

Vorgehen bei der Befragung

Die faktische Schullaufbahn wird ab der ersten Klasse erhoben. Die aspirierte Schullaufbahn wird zum Teil direkt über Fragen, zum Teil indirekt über die Verbindung von Antworten der Jugendlichen mit Informationen des Bundesamtes für Statistik erfasst. Bei der retrospektiven Beurteilung der Schullaufbahn ist von besonderem Interesse, wie die Jugendlichen richtungweisende Stationen der Schullaufbahn, aber auch Qualitätsmerkmale von Schule und Bildungssystem beurteilen. Zur Beurteilung verschiedener Schullaufbahnen werden die gesellschaftliche Integration sowie bildungsrelevante Perspektiven und Visionen über Einstellungen, Ziele und Werthaltungen erfasst: Welche Lebensziele und Werthaltungen sind den Jugendlichen am Ende ihrer Bildungslaufbahn wichtig? Wie sind die Jugendlichen sozial und gesellschaftlich eingebunden? Wie gross ist – im Sinne des sozialen Kapitals – ihr Vertrauen in sich selbst, in die Mitmenschen, in die Gesellschaft? Welche Zukunftsaussichten und Visionen haben sie für sich selbst, für ihre Weiterbildung, für die Gesellschaft? Erfasst werden Konzepte, die für den wirtschaftlichen Wohlstand und die soziale Wohlfahrt ebenso wichtig sind wie gesellschaftlich verwertbare Qualifikationen und in diesem Sinne einen relevanten Beitrag für ein Schweizer Bildungsmonitoring leisten können.

 

Dauer: 2005 - 2012

Projektbearbeitung: Urs Moser (Projektleitung), Florian Keller

Auftraggeber: CH-X: Eidgenössische Jugendbefragungen