Zürcher Längsschnittstudie

Mit der Zürcher Längsschnittstudie wurden im Abstand von jeweils drei Jahren fachliche Leistungen und die motivational-emotionale Entwicklung von rund 2000 Schülerinnen und Schülern erfasst, die im Sommer 2003 in die 1. Klasse einer Primarschule im Kanton Zürich eingetreten sind.

Primäres Ziel der Zürcher Längsschnittstudie ist es, den Lernstand der Schülerinnen und Schüler mit den Zielen des Lehrplans zu vergleichen und den Lernzuwachs in Abhängigkeit von individuellen Merkmalen wie der sozialen Herkunft darzustellen. Lernstand und Befinden wurden bis anhin beim Schuleintritt sowie nach drei, sechs und neun Jahren erfasst. Am Ende der obligatorischen Schulzeit haben noch etwa 80 Prozent der ursprünglichen Schülerinnen und Schüler teilgenommen.

Dank des Längsschnittdesigns der Studie ist es möglich, die unterschiedlichen Schullaufbahnen der Schülerinnen und Schüler zu dokumentieren und aufzuzeigen, wie stark diese mit den fachlichen Leistungen, mit den motivationalen und emotionalen Lernvoraussetzungen sowie mit den Herkunftsmerkmalen der Befragten zusammenhängen.

Besonderes Interesse gilt den Schnittstellen am Ende der Primarstufe und am Ende der Sekundarstufe I. Mit der Studie wird aufgezeigt, welche Merkmale für den Übertritt in die Schultypen der Sekundarstufe I beziehungsweise in die allgemeinbildenden und berufsbildenden Ausbildungsgänge der Sekundarstufe II von Bedeutung sind.

Ende 2016 wurde die Längsschnittstudie im 13. Jahr fortgesetzt. Primäres Ziel der fünften Erhebung war die Erklärung unterschiedlicher Bildungswege am Ende der Sekundarstufe II und beim Übergang von der Schule in den Beruf. Es wurde untersucht, welche Bedeutung fachliche und überfachliche Kompetenzen sowie Herkunftsmerkmale auf einen erfolgreichen Übergang in das Erwachsenenleben haben.

Dauer: 2003-2018

Projektearbeitung IBE: Urs Moser, Martin Tomasik, Jeannette Oostlander

Auftraggeber: Bildungsdirektion des Kanton Zürichs

Kontakt: Jeannette Oostlander