PISA 2012: Nationale Leitung und Organisation in der Deutschschweiz
PISA 2012 in der Deutschschweiz
Konsortium pisa.ch
Die Durchführung von PISA 2012 wird in der Schweiz von einem Konsortium geleitet, bestehend aus dem Service de la recherche en éducation (SRED) in Genf, dem Ufficio studi e ricerche (USR), Bellinzona der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen und dem Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich. Das Institut für Bildungsevaluation ist zudem für die Testdurchführung in den Kantonen Aargau, Basel Land und Basel Stadt, Luzern, Nidwalden und Obwalden, Solothurn, Schwyz, Uri, Wallis (deutschsprachiger Teil), Zug sowie Zürich zuständig.
Vergleich der Grundbildung
Im Projekt PISA (Programme for International Student Assessment) werden die Kompetenzen von Jugendlichen am Ende der obligatorischen Schulzeit in den Fachbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften in sämtlichen OECD-Ländern im Dreijahresrhythmus getestet und international verglichen. PISA prüft Kompetenzen, die vielfältig und insbesondere zum Lernen eingesetzt werden können und die eine Bedeutung für das Lösen von alltagsorientierten Problemen haben. Das Besondere an PISA zeichnet sich in der Regelmässigkeit der Erhebungen und in der Auswahl der überprüften Kompetenzen aus. Diese werden in jedem Zyklus unterschiedlich differenziert geprüft. Ein Bereich bildet jeweils den Schwerpunkt der Untersuchung, während die anderen beiden Bereiche weniger gründlich erfasst werden. Beim aktuellen PISA-Zyklus 2012 werden die mathematischen Kompetenzen besonders differenziert untersucht.
Teilnahme der Schweiz
Die Erziehungsdirektionen aller Kantone der Schweiz haben beschlossen, auch an der fünften von der OECD lancierten Erhebung PISA teilzunehmen. Mit der Studie sollen beispielsweise folgende Fragen beantwortet werden: «Welche Kompetenzen erreichen Jugendliche aus der Schweiz im internationalen Vergleich?»; «Welche Bildungsstrukturen maximieren die Chancen von Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten Verhältnissen?»; «Wie gross ist der Einfluss der Qualität schulischer Ressourcen auf die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler?». Verschiedene Kantone nutzen die Gelegenheit, sich mit einer eigenen repräsentativen Stichprobe am internationalen Vergleich zu beteiligen.
Durchführung in den Schulen
Die Schülerinnen und Schüler lösen an einem Morgen während zwei Stunden PISA-Testaufgaben und füllen während 45 Minuten einen Fragebogen zum persönlichen Hintergrund, zu Interessen und Motivationen, zu Lerngewohnheiten und zu ihrer Wahrnehmung der Lernumgebung aus. Zudem werden die Schulleitungen über die Ressourcen und die Qualität der Lernumgebung in der Schule befragt. Die Tests an den Schulen werden durch externe Personen nach standardisierten Vorgaben durchgeführt. Diese Personen sind auch dafür verantwortlich, dass die Aufgaben an den Schulen vertraulich behandelt werden, weil ein Teil der Aufgaben für den Nachweis von Trends bei späteren Zyklen wieder eingesetzt wird.
Dauer: 2009-2012
Projektbearbeitung: Urs Moser (Projektleitung), Domenico Angelone, Slobodanka Petrovic (Projektmanagement)
Auftraggeber: Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT)