PISA
PISA (Programme for International Student Assessment) ist eine international vergleichende Schulleistungsstudie, die im Auftrag der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) durchgeführt wird. Die Erhebung PISA wird im Drei-Jahres-Rhythmus durchgeführt.
Ziel von PISA ist es, den teilnehmenden OECD-Mitgliedsländern und Partnerländern Auskunft über die Leistungen der 15-jährigen Jugendlichen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften zu geben. Der erste Erhebungszyklus umfasste drei Erhebungen, die in den Jahren 2000, 2003 und 2006 stattfanden. Ein zweiter Erhebungszyklus hat mit PISA 2009 begonnen. Mittlerweile nehmen über 60 Ländern an PISA teil.
PISA in der Schweiz
In der Schweiz ist PISA ein gemeinsames Projekt von Bund und Kantonen. Der Bund ist durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) und das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) vertreten. Die Kantone sind durch die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) vertreten. Ziel der erweiterten PISA-Erhebung in der Schweiz ist die Erstellung von Vergleichsdaten am Ende der obligatorischen Schulzeit. Die Schweiz hat daher bei der ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 entschieden, Stichproben von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen in den drei Sprachregionen (deutsch, französisch, italienisch) zu testen. Die Kantone haben zudem die Möglichkeit, mit repräsentativen Stichproben von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen an PISA – und somit am kantonalen Vergleich innerhalb der Schweiz – teilzunehmen. Diese Möglichkeit wurde bei PISA 2009 von allen französischsprachigen Kantonen (bzw. Teilen davon) und von mehreren deutschsprachigen Kantonen in Anspruch genommen. Auch das Tessin verfügt über eine repräsentative Stichprobe.
Geleitet wird die Durchführung von PISA in der Schweiz von einem Konsortium, bestehend aus dem Service de la recherche en éducation (SRED) in Genf, dem Ufficio studi e ricerche (USR) Bellinzona, der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen und dem Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich.
Das Konsortium ist – in enger Zusammenarbeit mit der internationalen Projektleitung in Australien (ACER, Australian Council for Educational Research) – zuständig für die Stichprobenziehung, für die Übersetzung der Leistungstests, für die Datenaufbereitung und die Plausibilisierung der Daten sowie für die Analysen und Berichterstattung in der Schweiz. Für die Durchführung der PISA-Tests in den Schulen sowie für die Korrektur der Tests und die Datenerfassung wurde vom Bund und der EDK MIS-Trend in Lausanne beauftragt.
Links zu den verschiedenen Teilprojekten:
Dauer: seit 2000
Projektbearbeitung (IBE): Urs Moser (Projektleitung), Domenico Angelone(Bildung der Stichprobe, Datenmanagement und Datenanalyse), Slobodanka Petrovic (Projektmanagement)
Auftraggeber: Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) sowie Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) und Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF)
