Texte schreiben – 2013

Kurzbeschreibung

Der Bildungsrat des Kantons Zürich hat am 6. Dezember 2010 beschlossen, den obligatorischen Stellwerk-Test 8 ab Schuljahr 2012/13 mit einem Schreibauftrag zu ergänzen. Mit dem Schreibauftrag können die Schreibkompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Deutsch erfasst und beschrieben werden.

Die Aufgabenstellungen der Schreibaufträge richten sich nach dem Lehrplan des Kantons Zürich und werden vom Institut für Bildungsevaluation in Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und einer Fachexpertin entwickelt. Für die standardisierte Erfassung der Schreibkompetenzen eignen sich Schreibaufträge, die einen Lebens- beziehungsweise Alltagsbezug haben und die mit klaren Aufgaben verbunden sind. Grundsätzlich sind Schreibaufträge zu verschiedenen Textsorten einsetzbar: Erzählende oder berichtende Texte, Instruktionen, Beschreibungen, Briefe oder Argumentationen.

Alle Schülerinnen und Schüler der 2. Sekundarklassen des Kantons Zürich verfassten am 25. und 26. November 2013 einen Text in der Form eines Briefes. Sie hatten dabei die Wahl zwischen den beiden Themen "Freier Zugang zum Internet" und "Schulreisen und Klassenlager".

Anschliessend wurden die 10'410 Texte am Institut für Bildungsevaluation (IBE) nach einem standardisierten Verfahren beurteilt. Dieses Verfahren wurde vom IBE entwickelt und in den Jahren 2007 bis 2010 im Pilotprojekt Neugestaltung 3. Sek bereits erfolgreich erprobt.

Kern dieses Verfahrens ist ein Beurteilungsraster, welches vier wesentliche Bereiche der Schreibkompetenz umfasst: Inhalt (Auftragserfüllung und Aussagekraft), Textaufbau und Textzusammenhang, Sprachrichtigkeit sowie Sprachangemessenheit, Schreibstil und Kreativität.

Beurteilt werden die Texte durch ein Team von Lehrpersonen, Germanistinnen und Germanisten. Die Strenge sowie das inhaltliche Verständnis des Beurteilungsrasters werden fortlaufend anhand von Doppelkorrekturen überprüft. Trotzdem kann es Abweichungen zwischen den Ratern geben. Mit der Anwendung der Item-Response-Theorie ist es jedoch möglich, die Beurteilungsstrenge der beurteilenden Person bei der Berechnung der Ergebnisse zu berücksichtigen. So wirken sich Abweichungen im Beurteilungsmassstab nicht negativ auf das Ergebnis der Schülerinnen und Schüler aus.

Die Gesamtbeurteilung wird in Form einer Punktzahl im Leistungsprofil von Stellwerk integriert und kann von den Lehrpersonen ausgedruckt werden. Zugleich erhalten die Lehrpersonen die Beurteilung der Texte sowie entsprechende Kompetenzbeschreibungen zur Interpretation der Ergebnisse.

Dauer : 2013-2014

Projektmitarbeit: Jeannette Oostlander, Barbara Wespi, Urs Moser

Auftraggeber: Bildungsdirektion des Kantons Zürich

Informationen und Unterlagen zu Texte schreiben 2012