Normierung des Kindersprachscreenings (KiSS)

Das Kindersprachscreening (KiSS) ist ein Verfahren zur Beobachtung und Überprüfung des Sprachstands von vier- bis viereinhalbjährigen Kindern. Es wird flächendeckend in den Kindertageseinrichtungen des deutschen Bundeslands Hessen eingesetzt und dient der Erkennung eines sprachpädagogischen Förderbedarfs bzw. eines medizinischen Sprachtherapiebedarfs. Die Projektleitung liegt beim Hessischen Kindervorsorgezentrum, das am Universitätsklinikum der Goethe-Universität in Frankfurt am Main angesiedelt ist. Das IBE begleitet die Anwendung und Weiterentwicklung des Kindersprachscreenings.

Das Kindersprachscreening wird in  Kindertageseinrichtungen von qualifizierten und zertifizierten Fachpersonen durchgeführt. Dabei werden sowohl Kinder mit Deutsch als Erstsprache als auch Kinder mit Deutsch als Zweitsprache berücksichtigt. Ziel ist es, die Bildungschancen aller Kinder in den hessischen Kindertagesstätten zu verbessern und Risiken in der Sprachentwicklung rechtzeitig vor der Einschulung zu erkennen. Aktuell normiert und bestimmt das IBE die Cut-off-Werte an einer Stichprobe von über 40‘000 Jungen und Mädchen.

Publikationen

Moser, U., Gyger, M., & Zollinger, B. (2012). Gutachten zum Kindersprachscreening KiSS. Zürich: Institut für Bildungsevaluation.